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Swetlana Penner:

"Endlich hat das Kind einen Namen"

Ein "Von-Oben-Herab" mag ich gar nicht. Ich finde nichts schlimmer, als wenn Menschen Entscheidungen über die Köpfe derer hinweg treffen, die betroffen sind, ohne diese selber einzubeziehen. Als ich mir die Inhalte der Elternbegleiter_innen-Qualifizierung angeschaut habe, hatte ich den Eindruck, dass diese Überzeugung endlich einmal im Mittelpunkt einer Ausbildung steht!

Neben Mediation und Coaching biete ich auch Babymassagekurse an, in denen das Kommunizieren mit dem eigenen Kind im Mittelpunkt steht. In diesem Zusammenhang bin ich auf die Qualifizierung aufmerksam gemacht worden. Meine Ausbildung hat dann in Ludwigshafen stattgefunden, und ich war angetan. Beide Referentinnen verkörperten die dialogische Haltung. Wir durften kreativ sein und den eigenen Arbeitsbereich mit Ideen füllen.

Insbesondere hat mir die dialogische Haltung gefallen – und dass es den anderen Kursteilnehmer_innen genauso ging wie mir. Wir haben uns gefreut, eine Bestätigung für unser bisheriges Handeln zu bekommen. Manche aus dem Kurs sagten so schön: "Das was wir jeden Tag leben ist nichts anderes als die dialogische Haltung. Endlich hat das Kind einen Namen!" Die zehn Regeln der dialogischen Haltung sind für mich Werte, die ich lebe – und die ich dank der Qualifizierung nun noch stärker leben kann.

Seit gut einem Jahr bin ich nun als Elternbegleiterin tätig und kann nur sagen, dass sich das Ergebnis sehen lassen kann. Meine vereinbarte Monatsstundenzahl ist ausgeschöpft. Die Nachfrage nach Unterstützung kommt immer wieder. In der heutigen Zeit sind viele Eltern stark überlastet und können sich nur schwer dem Druck entziehen, alles "richtig" machen zu müssen. Vielen Eltern fällt es dann schwer, den ersten Schritt zu wagen und sich für eine Unterstützung zu öffnen.

In einer Kindertagestätte, in der ich als Elternbegleiterin tätig bin, hatte ich das Glück, auf ein tolles Team und mit Barbara Thumm auf eine sehr engagierte Sprachförderkraft zu treffen. Gemeinsam bieten wir nun offene Gesprächskreise an. Durch diese Arbeit können Eltern erleben, dass sie Stärken in sich tragen. Dank der dialogischen Haltung lernen sie, dass sie diese nutzen und damit etwas bewegen und verändern können.

Swetlana Penner ist in Sibirien aufgewachsen, spricht neben Deutsch auch Russisch und ist selbstständig als Neuroimaginations-Coach® und Mediatorin tätig. Über das Haus der Familie in Sindelfingen arbeitet sie als Elternbegleiterin. Mehr Informationen unter www.swetlana-penner.de.

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Die Qualifizierung "Elternbegleiter_in" wird im Rahmen des Programms "Elternchance II - Familien früh für Bildung gewinnen"
durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

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