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Andreas Witte-Graffunder:

"Mut, neue Wege zu gehen"

"Elternchance ist Kinderchance" - eine wunderbare Idee! Es ist für unsere Gesellschaft existentiell wichtig, Eltern zu unterstützen und junge Menschen wieder mehr für Familie zu begeistern. Dafür steht diese Qualifizierung – und viele Beispiele innovativer Ideen gibt es bereits.

Mit den üblichen Angeboten erreichen wir nicht alle, die Unterstützung brauchen – dabei werden die immer mehr. Während die Zahl von Familien in Armut steigt, nehmen die Geburtenzahlen weiter ab. Viele Familien beklagen einen Leistungsdruck: Sie wünschen Entschleunigung und  "Mensch-Sein-Können", um nicht nur Konsumenten und Leistungsträger zu sein. Menschliche Werte wie Zufriedenheit und Glück  geraten in den Hintergrund – auch bei der Erziehung der Kinder. Woran liegt das? Setzt  ein ständiger "Wachstums-Hype" wirklich nützliche Impulse für unsere Gesellschaft? Ist die Zeit nicht schon längst reif für neue Wege und Ideen, abseits des Mainstream?

Die Elternbegleiter_innen-Ausbildung kann solch ein neuer Weg sein, der vielseitige Chancen eröffnet - für Kinder, Eltern und unsere Gesellschaft. Nutzen wir diese Chancen! Ich habe die Qualifizierung ermutigend und bereichernd erlebt. 4000 Profis satteln pädagogisch noch einmal drauf, lassen sich anregen und werden über den beruflichen "Alltag" hinaus aktiv. Sie entwickeln tolle Angebote, interessante Projekte und treten unterstützend in den Dialog mit Eltern und Kindern...

"Normalität ist eine gepflasterte Straße; man kann gut darauf gehen - doch es wachsen keine Blumen auf ihr" (Van Gogh)

Doch dieses Potential bleibt wirkungslos, wenn es danach im Arbeitsalltag wieder absorbiert wird! Es muss abgerufen und zur Verfügung gestellt werden! Wichtig ist daher, eine Infrastruktur und Finanzierungsmöglichkeiten zu gestalten. Dazu gehört auch, den "beruflichen Stand" von Elternbegleiter_innen zu etablieren. Nur so können ihre Angebote auch umgesetzt werden. Es reicht eben nicht aus, nur "auf gepflasterten Straßen" fördern zu wollen. Die Lebensbedingungen für Familien dürften in allen Lebensbereichen verbessert werden. Hierfür benötigen wir weitere Anstrengungen.

Das Projekt "Elternchance" kann dann nachhaltig wirksam werden, wenn es gelingt, alle beteiligten Kräfte aus der gesellschaftlichen Mitte, aus Politik, Bildung, Gesundheit und Wirtschaft zu ermutigen, andere Sichtweisen einzunehmen, umzudenken und neue Wege zu gehen. Ideen und Potential sind bei bald 4000 Elternbegleiter_innen genug vorhanden! Sie dürften nur weiter auf den Weg gebracht und finanziert werden.

Andreas Witte-Graffunder arbeitet in der Jugend- und Familienhilfe in Hannover und ist nebenberuflich als selbstständiger Elternberater tätig. Weitere Infos unter www.afw-regionhannover.de und www.elternberater.com.

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Paritätisches Bildungswerk Bundesverband e.V.

Die Qualifizierung "Elternbegleiter_in" wird im Rahmen des Programms "Elternchance II - Familien früh für Bildung gewinnen"
durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Europäischer Sozialfonds für Deutschland
Europäische Union
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Elternchance ist Kinderchance.